Reisetagebuch Nationalparks USA – Reisen mit Kindern

Reisetagebuch Nationalparks USA Südwesten- Reisen mit Kindern

Ich blicke heute noch immer gerne auf unsere USA-Reise zurück. Unser Ziel war der Südwesten der USA mit seinen berühmten Nationalparks.  Wir starteten in L.A. und fuhren über Palmsprings – Phoenix – Sedona – Grand Cayon – Lake Powell – Canyonlands – Moab bis nach Denver.  Das war unsere Route. 

Mark war gerade 3 Jahre alt und die Lara 8 Jahre. 

Wir sind in LA gestartet. Der Flug von Frankfurt nach L.A. war sehr entspannt, denn die Kinder haben fast die ganze Zeit geschlafen. Die erste Nacht vor Ort war aber kurz, da die Zeitverschiebung und die ganze Aufregung die Kinder ein wenig aus der Reihe gebracht hat.  Am nächsten Tag haben wir uns in L.A. die Highlights angeschaut und dann unser Wohnmobil abgeholt. Die Wohnmobil-Übergabe hat etwas länger gedauert, aber die Kids haben im Gelände gespielt, alles war gut bis unser Junior mit zwei Stöcken angedüst kam und Lara lachend hinter her…. aber ihnen ist das Lachen vergangen, als wir ihnen erklärt haben, dass das Ding an den zwei Stöcken eine Schlangenhaut war! Mit sowas haben sie überhaupt nicht gerechnet. Ja, somit hat sich die liebe Schlange bei den zwei Räubern Respekt verschafft und ab da haben die zwei wirklich alles befolgt, was wir ihnen gesagt haben 😀 

 

 

 

Dann ging es von L.A. nach Palm Springs (120 Meilen) und dort machten wir einen Kurztrip zum Palm Canyon (Teil der Indian Canyons). Eine wunderschöne Palmenlandschaft, die sich an einem Bach entlang zieht. Wir waren da schon überwältigt. Die Natur ist so toll! Dort haben wir eine kleine Wanderung gemacht. Später ging es Richtung Phoenix, also verließen wir den Bundesstaat Kalifornien und waren schon sehr gespannt auf Arizona. Von Palm Springs nach Phoenix sind es ca. 314 Meilen, die wir am Stück durchgefahren sind. 

In Phoenix haben wir die ehemalige Uni von meinem Mann angeschaut und sind eine Weile bei Bekannten geblieben. An einem Tag haben wir einen Ganztagesausflug zu einer alten Western-Stadt gemacht. 

Ghost Town (http://goldfieldghosttown.com)

Schön war’s, wir haben die Geisterstadt erkundet, die Goldmine besichtigt und auch Gold geschöpft. Ein wirklich tolles Erlebnis, nicht nur für die Kinder! Es wird dort soviel geboten. 

Von Phoenix ging es dann in Richtung Flagstaff (144 Meilen) mit einem Zwischenstop in „Sedona“. Ich dachte der Grand Canyon wird das absolute Highlight, aber nein, Sedona ist für mich ebenbürtig. Ich war überwältigt! Als wir dort ankamen, war es schon später Nachmittag. Die Sonne schien und gleichzeitig hat es leicht getröpfelt… und da war er: der „rainbow“. Direkt vor uns, vor Sedonas  „TOREN“! 

 

Winslow – Barringer-Krater

Da unser kleiner Astronaut schon damals so Interessiert am Weltraum war, haben wir einen kleinen Abstecher zum Barringer-Krater gemacht. Der Krater hat einen Durchmesser von etwa 1200 m, eine Tiefe von 180 m und wird von einem Wall umgeben, der durch den Auswurf des Einschlags entstanden ist und sich etwa 30 bis 60 m über das umliegende Plateau erhebt. Der einschlagende Meteorit hatte einen Durchmesser von 45 Metern. Weitere Informationen findet ihr hier dazu: http://www.barringercrater.com

Grand Canyon

Am Grand Canyon angekommen, haben wir uns gleich um einen Platz für die Übernachtung gekümmert. An jedem Campingplatz hängt in der Zufahrt eine Tafel mit der Belegungsinfo. Wir haben ein schönes Plätzchen mit direktem Zugang zum Grand Canyon gefunden. Die Kinder haben draußen gleich gespielt. Sie waren von der roten Erde voll fasziniert. Abends gingen wir zum Sonnenuntergang direkt an den Grand Canyon.

 

Page & Umgebung

Weiter ging es zum Lake Powell

Am Lake Powell lohnt es sich ein Boot zu mieten und etwas über den See zu düsen. Einen Führerschein benötigt man dafür – wie in den USA üblich – nicht! Junior ist trotz Papas Fahrweise sogar eingeschlafen 😀 

 

Antelope Canyon Tour: Natürlich haben wir auch diese Tour „mitgenommen“. Die Tour kann man nur über einen lokalen Veranstalter buchen! Selber hinzukommen ist nicht möglich, da der Canyon im Reservat der Indianer liegt und die Tour nur von ihnen durchgeführt wird. Besonders günstig ist es nicht, aber wie oft kommt man im Leben dorthin ??? Also Augen zu und zahlen. Es lohnt sich. 

 

 

Horseshoe Bend: Wir haben versucht unsere Unternehmungen so zu platzieren, dass wir bei der größten Hitze immer mit dem Wohnmobil gefahren sind. Horseshoe Bend ist mit einer kleinen Wanderung verbunden. Vom Parkplatz aus dachten wir es ist nicht weit, aber es hat mit den Kindern doch gute 30 Minuten gedauert bis wir dort waren. Gutes Schuhwerk ist wichtig. Wenn man den Colorado dann erblickt,  ist die Aussicht überwältigend. Die Farben! Whau! Wir habe die Kids immer an der Hand gehalten, da es nicht ungefährlich ist. Nichts ist abgesichert und es geht von dort gleich einige Meter in die Schlucht! 

Monument Valley: Die Zeit wurde langsam knapp, daher sind wir durch das Monument Valley nur auf dem Highway durchgefahren. 

Dafür wollten wir am liebsten länger in den Canyonlands bleiben. Es lässt sich schwer in Worte fassen, was die Natur da bietet. Schaut euch einfach diese Bilder an und ihr werdet mich gleich verstehen. 



Moab – Arches National Park

Langsam wurde es echt heiß! Ich will nicht wissen wie es im Sommer da ist. Aber mir haben die Temperaturen gereicht. Deshalb haben wir in Arches nur eine kleine Wanderung von 1-2 Stunden gemacht. Wir waren danach echt fertig. 


 

 

Nach Arches ging es Richtung Denver. Wir haben in Rifle eine Übernachtung eingelegt. Diesmal in einem Regional Park. Dort haben wir voll das nette Ehepaar kennengelernt, die uns zum Marshmallow-Nachtisch eingeladen haben. Am nächsten Tag sind wir erst zu den Wasserfällen gewandert, aber dann mussten wir weiter nach Denver fahren. Denn dort haben wir auch unser Wohnmobil wieder abgeben müssen. 

ACHTUNG: Bitte in den Städten erst genau schauen wo ihr hinmüsst. Wir sind versehentlich in einer nicht ungefährlichen Ecke gelandet. Erst als wir dort in die Straße reingefahren sind, haben wir bemerkt wo wir sind. Fenster zu und schnell raus! Das war das einzige was wir in dem Moment wollten. Da wird nämlich schnell die Waffe gezogen und du stehst recht schnell ganz dumm da. Am nächsten Tag durften wir auch eine Polizei-Verfolgung miterleben. Genau so, wie ihr es aus den amerikanischen Filmen kennt. Hubschauber, jede Menge Polizei auf der Highway… Heftig…. die Schiesserei hat genau dort angefangen, wo wir tags zuvor gelandet waren!

Wir haben fast jeden Abend Lagerfeuer gemacht, gegrillt und die Abende unter freiem Himmel genossen. Es gab immer sehr viel zu erzählen, um die gewonnenen Eindrücke zu verarbeiten. Meistens haben wir erst abends die Tour für den nächsten Tag geplant. 

 Meine TIPPS für die Reise: 

 – Setzt euch feste Ziele, was ihr sehen wollt.

– Plant genügend Zeit für die einzelnen Ziele ein. (Kinder möchten gerne auch mal länger an einer Stelle bleiben!)

-Kauft euch gute Reiseführer und Landkarten 

– Geht bei der Planung der täglichen Etappen bitte nicht von deutschen Straßen aus. Man braucht definitiv länger als in Deutschland, auch wenn meist weniger Verkehr ist. Mit dem RV fährt man gemütlicher…

– Nehmt für die Kinder keine unnötigen Spielsachen mit! Ihr werdet sehen, sie werden sich mit Sachen beschäftigen, die zuhause nie gemacht werden… Dir Natur bietet sooooo viel  Spielmöglichkeiten.  Höchstens Ausmalbücher, Kartenspiele und 1-2 Spiele mitnehmen. 

– Immer genügend Wasser dabei haben! 

– Shopping und Einkäufe sind absolut unproblematisch. Auf den Parkplätzen gibt es genug platz für einen RV.

 

Und noch mehr könnt ihr zu der Reise auf   www.Little-lilies-Diary.com erfahren.

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