Die Zukunft und die Vergangenheit

Haben unsere Kinder verlernt zu spielen? Digitale Medien beeinflussen unsere Kinder.

Ich bin in Tschechien in einem Mehrfamilienhaus aufgewachsen. Ein Haus mit einem Balkon und einem kleinen Hof und da spielte sich alles ab. Zuhause waren wir kaum. Nach der Schule haben wir uns gleich vor dem Haus getroffen. Wir haben auf der Wiese gespielt, einen Kaufladen aus Holzbalken und Steinen aufgebaut, Steine in die Blätter eingewickelt und mit Matsch in unserer Hexenküche „gekocht“. Ab und zu haben die Großen für uns Wettrennen veranstaltet. Wir mussten einen Parcour ablaufen. Eine Strecke die ums und durchs Haus ging, die auch nicht immer ganz ungefährlich war. Ich habe mal eine Stufe im Haus übersehen und bin durch die gläserne Eingangstür geflogen! Da gab es auch Tränen und einige Verletzungen. Einige Narben an meinen Knien sind bis heute sichtbar.

Wir haben und stundenlang hiermit beschäftigt:

– Fingerspiele mit Fäden gespielt

– im Pausenhof Gummitwist gehüpft

– Mikado gespielt

– Poesiealben und Freundschaftsalben gestaltet und untereinander ausgetauscht

– Puppenhäuser aus Karton gebaut und mit Stoff beklebt 

– mit dem Moncici gespielt.

– die Kassetten der Kassettenrecorder mit einem Stift zurückgespult

– Schnur-Post gespielt: mit einer Freundin vom gegenüberliegenden Haus eine Schnur gespannt und Briefe mit Hilfe von Wäscheklammern befestigt und dann verschickt. 

– Hüpfspiel „Himmel und Hölle“ 

Wenn ich so auf meine Kindheit zurückblicke, bekomme ich schon ein wenig Gänsehaut. Klar, wünsche ich meinen Kindern auch so eine unbeschwerte freie Kindheit, aber teilweise sind die öffentlichen Spielplätze zwischenzeitlich auch nicht ganz ungefährlich. 

Diejenigen, die mir über Instagram folgen, wissen, dass unsere Kinder vielen sportliche Aktivitäten ausprobieren dürfen. Egal ob Federball, Voleyball, Slackline, Waveboard, stand up paddling etc. Das macht doch richtig Spaß! Also ich genieße es mit meiner Tochter mit dem Standup über den See zu paddeln.

Unsere Jüngste kickt zwischenzeitlich den Ball durch den Garten und versucht überall mitzumachen. Das Trampolin mag sie natürlich auch, aber das Trampolin hat leider Ihre Zeit hinter sich und ein Neues muss her. Die Entscheidung steht noch hier aus. Habt ihr da vielleicht für mich ein paar Tipps?

Meine Mama hat mit uns Tennis gespielt, Radtouren gemacht, sie war mit uns schwimmer und skifahren. Ich durfte irgendwie auch alles ausprobieren. Wenn ich es hier so alles aufzähle, blicke ich sehr gerne zurück. Was wir unseren Kindern vorleben, so werden (hoffentlich) unsere Kinder werden und vielleicht eines Tages mit eigenen Kindern draußen radeln und am Baggersee segeln oder Standup fahren. Wir Eltern legen vom ersten Tag die „Schienen“ für die Zukunft.

Das Einzige, was neu ist, ist die Digitalisierung!

Was wir neu strukturieren und berücksichtigen müssen, ist die Mischung von drinnen und draußen zu finden. Die NEUE Medien-Welt ist jetzt auch ein Teil des Lebens, der nicht mehr wegzudenken ist. Bei schlechtem Wetter werden zwischenzeitlich auch Spiele auf dem ipad gespielt und aus TipToi-Büchern gelernt. Wir versuchen soviel wie möglich draußen zu sein. Schließlich gibt es Gummistiefel und Regenbekleidung nicht um sonst 😉

Ich finde, Kinder sollten unbedingt die Vergangenheit kennen, damit sie die Gegenwart verstehen. 

Eure 

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2 thoughts on “Die Zukunft und die Vergangenheit

  1. Liebe Christina,
    oh ja die Großeltern! Wir haben so eine schöne Kindheit gehabt. Und bin sehr froh darüber, dass meine Kinder noch die Großeltern haben. Die Große ist gerade bei der Oma & Opa und kommt heute wieder nach Hause. Nächste Woche ist bei uns spielen, basteln, gemeinsam kreativ sein und klettern angesagt. Ich freue mich schon so sehr drauf! Ich wünsche Dir eine wunderschöne Zeit.
    Ganz liebe Grüße
    Lucie

  2. Super geschrieben liebe Lucie, genauso war es bei mir auch. Ich wollte gar nicht drinnen spielen. Die Balance zu finden zwischen draußen und drinnen ist gar nicht so einfach. Unsere Kindheit war wirklich unbeschwert und dafür bin ich sehr dankbar. Und ich bin auch der Meinung, wie wir es unseren Kindern vorleben, dass prägt sie. Ich habe immer gern meiner Oma zugehört, wenn sie aus ihrem Leben erzählt hat.

    Liebe Grüße und schöne Schulferien
    Christina

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